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      2024 BILTWELL 100

      Patrick Flynn

      Marketing Automation and Email Manager

      22. April 2024

      Beweisführung im Gelände

      Zero Motorcycles kehrt zum Biltwell 100 zurück – und treibt elektrisches Abenteuer auf die Spitze

      Nach einer unvergesslichen Fahrt (und einem ersten Platz) beim Biltwell 100 im Jahr 2023 in Ridgecrest, Kalifornien, konnten es einige von uns bei Zero Motorcycles kaum erwarten, erneut am Start zu stehen. Für 2024 haben wir noch einen draufgesetzt und zwei Fahrer auf Zero DSR/X Motorrädern ins Rennen geschickt. Aufgrund ihrer Größe starteten beide Maschinen in der Kategorie „ADV Heavy“, allerdings mit einem Twist: einer in der Anfängerklasse, der andere bei den Experten. Der Hauptunterschied? Anfänger fahren drei Runden à 40 Kilometer (insgesamt 120 Kilometer), Experten die vollen 160 Kilometer.

      Unser leitender Testrider, Trevor Doniak, startete bei den Experten, während Kyle Hernandez, Senior Powertrain Technician, in der Anfängerklasse antrat. Beide sind erfahrene Offroad-Fahrer, aber ein Rennen wie dieses auf der DSR/X zu absolvieren, war Neuland.

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      Es gibt einfach etwas Besonderes an einem Rennmotorrad

      Vorbereitung auf die 160-Kilometer-Herausforderung

      Jahrelange Tests haben bewiesen, dass die DSR/X unter normalen Fahrbedingungen bequem 160 Kilometer zurücklegen kann. Aber eine komplette 160-Kilometer-Wüstenrennstrecke im Renntempo zu bewältigen? Das ist eine andere Geschichte – vor allem in Ridgecrest, wo tiefer Sand, felsige Anstiege und offenes Wüstengelände die Batterie schneller entladen als gewöhnlich.

      Um die Distanz zu schaffen, entwickelten wir einen Plan: den ersten Batterie-Wechsel in der Renngeschichte von Zero Motorcycles. Die DS-Linie hat kein integriertes Schnellwechselsystem, also mussten wir improvisieren. Der Ablauf? Batterie aus dem Rahmen schrauben, eine geladene einsetzen und alles so schnell wie möglich wieder verschließen. Ein riskantes Experiment – aber wir wollten diese Idee schon lange in die Praxis umsetzen.

      Den Batteriewechsel perfektionieren

      Zuerst mussten wir den Wechselprozess selbst optimieren. Wir zerlegten ihn in präzise Einzelschritte und übten so lange, bis das Team ihn effizient ausführen konnte. Unter kontrollierten Bedingungen lagen wir bei unter fünf Minuten – vergleichbar mit der Zeit, die ein Verbrennermotorrad zum Tanken und Trinken braucht. Uns war jedoch klar: Im Rennen, mitten in der Wüste, würde es unerwartete Herausforderungen geben.

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      Feintuning der DSR/X fürs Rennen

      Wir begannen mit der Überprüfung von Jennys DSR/X, die im Vorjahr den Klassensieg eingefahren hatte, bevor wir ein zweites rennfertiges Motorrad aufbauten. Zu den wichtigsten Modifikationen zählten ein leichterer Heckrahmen, aggressivere Fußrasten, ProTaper-Lenker, Gewichtsreduzierung und ein abgestimmtes Fahrwerk. Nach mehreren Testfahrten in Hollister Hills zeigte sich: Eine härtere Stoßdämpferfeder und straffere Gabel sorgten für ein völlig neues Fahrgefühl – bereit für den Biltwell 100.

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      Bereit für die Schlacht

      Rennwochenende: Harte Konkurrenz

      Nach vielen Trainingsstunden reisten wir nach Ridgecrest – bereit fürs Rennen. In der Kategorie „ADV Heavy“ traten wir gegen benzinbetriebene Adventure-Bikes mit mehr als 900 cm³ Hubraum an, gebaut für extremes Terrain und Langstrecken. Die Konkurrenz gehörte zu den leistungsstärksten Maschinen des Events – eine echte Herausforderung.

      Am Vortag herrschten brutale Bedingungen. Windgeschwindigkeiten über 65 km/h machten selbst das normale Fahren schwierig. Am Renntag hingegen: perfektes Wetter mit blauem Himmel und Temperaturen um 10–15 °C.

      Kyle und Trevor standen am Start – wartend auf das Chaos: Eine Staubwolke aus Fahrern, die sich auf ein einziges, schmales Gleisbett unter einer Eisenbahnbrücke rund 180 Meter entfernt zubewegten. Hochspannung pur.

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      Kyle Hernandez mit dem Ziel fest im Blick

      Kyles Sieg in der Anfängerklasse

      Dank der Extended Range Charging-Funktion der DSR/X begann Kyle das Rennen mit einem Ladezustand (SOC) von 108 %. Nach Runde 1 lag er bei 75 %, nach Runde 2 bei 43 %. Sicher in seinem Tempo und Energiemanagement fuhr Kyle konsequent weiter in die letzte Runde. Er behielt die Kontrolle über das Gas, wählte saubere Linien und fuhr effizient.

      Kyle rollte mit nur noch 7 % SOC ins Fahrerlager – und gewann seine Klasse!

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      „In der zweiten Runde fühlte ich mich richtig wohl auf dem Motorrad und wusste, was mich auf den Trails erwartete. Ich konnte gleichmäßigere Linien fahren, die weniger Energie brauchten, und war dadurch konstanter am Gas. Das Motorrad hat insgesamt unglaublich gut funktioniert.“

      - Kyle Hernandez
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      Kyle lautlos durch die Wüste

      Trevor stellt sich der Expertenklasse über 160 Kilometer

      Trevor startete mit den Experten. Um einen guten Start zu erwischen, gab er sofort Vollgas – was auf dem losen Untergrund sofort zu Traktionsverlust führte. Die 229 Nm Drehmoment der DSR/X kommen ohne Verzögerung – hier ist Feingefühl gefragt. Nach zwei Runden kam er in die Box für den lang erwarteten Batteriewechsel.

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      Trevor beim Raketenstart

      Einen Live-Batteriewechsel unter Rennbedingungen durchzuführen, war alles andere als einfach. Der unebene Wüstenboden erschwerte alles zusätzlich, aber das Team brachte die Maschine in nur 10 Minuten wieder auf die Strecke. Mit frischer Batterie fuhr Trevor die letzten zwei Runden durch und holte sich hart erkämpft den dritten Platz auf dem Podium.

      Eine schnelle Überschlagsrechnung zeigte: Hätten wir die 5-Minuten-Marke beim Batteriewechsel geknackt, hätte Trevor den zweiten Platz geholt. Lektion gelernt – und ein weiterer Grund, nächstes Jahr wiederzukommen und es schneller zu machen!

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      „Die letzten 80 Kilometer waren fantastisch. Ich war nicht müde und hatte ein super Tempo. Es war ein unglaublich spannendes und anspruchsvolles Rennen – und etwas ganz Besonderes, es auf einer Zero DSR/X zu fahren, an deren Entwicklung ich selbst beteiligt war.“

      - Trevor Doniak
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      Ein unvergessliches Wochenende

      Monatelange Vorbereitung verflogen in wenigen Augenblicken. Zwei Podiumsplätze waren der verdiente Lohn für die harte Arbeit des Teams. Als die Sonne über dem Rennwochenende unterging, saßen wir am Lagerfeuer mit Tacos und kalten Getränken und tauschten Geschichten von der Strecke aus.

      Mit Elektromotorrädern an einem sandigen Wüstenrennen wie dem Biltwell 100 teilzunehmen, war eine Herausforderung – aber dank Leidenschaft und Einsatz unseres Teams wurde es Realität. Und kaum ist es vorbei, denken wir schon ans Comeback 2025.

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      Trevor (214) und Kyle (212) genießen das Gefühl nach dem Rennen

      Ein besonderer Dank an: Brian Wismann, Rodrigo Villalta, Michael Mattoch, Joshua Roton, David Mucci, Jenny Brookes, Dylan Andrako, Trevor Doniak, Kyle Hernandez, Patrick Flynn, Dylan Andrako, Davin Wirtanen, Mike „Otto“ Deutsch, das gesamte Biltwell-Team und alle anderen, die dies möglich gemacht haben!